Hinschauen. Zuhören. Helfen. – Workshop „Psychische Erste Hilfe“ in der 3. und 4. Klasse der Mittelschule
Im Rahmen eines Workshops zum Thema „Psychische Erste Hilfe“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen der Mittelschule intensiv mit einem wichtigen Thema auseinander: Wie können wir aufeinander achten und helfen, wenn es jemandem psychisch nicht gut geht?
Wenn sich jemand verändert …
Ein Schwerpunkt lag auf der Frage:
Was kann ich tun, wenn sich ein Freund oder eine Freundin plötzlich stark verändert?
Gemeinsam wurde erarbeitet, welche Anzeichen es geben kann, zum Beispiel:
- Rückzug von der Klassengemeinschaft
- auffällige Stimmungsschwankungen
- anhaltende Traurigkeit oder Wut
- Aussagen wie „Mir ist alles egal“ oder „Ich kann nicht mehr“
Die Jugendlichen lernten, wie wichtig es ist, aufmerksam zu sein, ehrlich nachzufragen und zuzuhören – ohne zu urteilen. Gleichzeitig wurde deutlich gemacht: Man muss Probleme nicht alleine lösen. Verantwortung bedeutet auch, Unterstützung zu holen.
Auch schwierige Themen ansprechen
Ein weiterer wichtiger Bestandteil war das sensible Thema Suizid. Altersgerecht und respektvoll wurde darüber gesprochen, warum Menschen in große Krisen geraten können und wie wichtig es ist, Warnsignale ernst zu nehmen.
Die zentrale Botschaft des Workshops lautete:
- Reden hilft.
- Hilfe holen ist kein Petzen, sondern Mut.
- Niemand muss mit belastenden Gedanken allein bleiben.
Wo bekomme ich Unterstützung?
Die Schülerinnen und Schüler informierten sich darüber, an wen sie sich wenden können – sowohl bei eigenen Sorgen als auch, wenn sie sich um andere kümmern möchten. Dazu gehören:
- Eltern und Erziehungsberechtigte
- Klassenlehrkräfte
- Schulsozialarbeit und Vertrauenslehrpersonen
- Beratungsstellen
- Notruf- und Krisenhotlines
Der Workshop bot Raum für offene Gespräche, Fragen und persönliche Gedanken. Viele Jugendliche beteiligten sich engagiert und zeigten großes Verantwortungsbewusstsein füreinander.
Mit diesem Angebot setzt die Mittelschule ein wichtiges Zeichen: Psychische Gesundheit geht uns alle an – und gemeinsam sind wir stärker.
